Seit drei Wochen ist es wieder soweit...
Den guten Vorsatz für den Rest meines Lebens vollwertig zu essen ist langsam dahingeschmolzen wie Butter in der Sonne. So kam immer mehr Käse, Fleisch und sogar Wurst auf den Teller. Ganz zu schweigen von Süssigkeiten, vor allem Schokolade. Dafür "bezahle" ich im Moment mit einer 5-Cent-Stück großen Wunde am linken Zeigefinger. Wieder einmal keine bis schlechte Heilung. Die Haut juckt, brennt, spannt, reißt immer wieder auf und nässt. So habe ich dann wieder vor ca. zwei Wochen ganz konsequent vitalstoffreiche Vollwertkost eingeführt. Der erste Erfolg ist zumindest keine Vergrößerung der befallenen Stelle und keine weiteren Ausschläge.
Aber es hat sich noch mehr getan:
Ich schlafe wieder besser. Wenn ich nachts zum stillen unseres jüngsten Sprosses aufstehen muss, kann ich, wenn ich den Kleinen wieder in sein Bettchen gelegt habe, wieder einschlafen und... ich schlafe viel tiefer, besser, erholsamer.
Der Geruch hat sich verändert. Zum Beispiel der eigene Körpergeruch, ich rieche nicht mehr , bzw. kaum noch nach Schweiß. Nicht das ich vorher 10-Meilen-gegen-den-Wind gestunken hätte, nein, aber morgens nach dem aufstehen, bzw. am Ende eines arbeitsreichen Tages hatte ich doch das dringende Bedürfniss den durch Schweiß entstandenen Geruch abzuwaschen, um wieder frisch zu riechen. Jetzt dusche ich zwar auch täglich, um mich frisch zu fühlen, aber geruchstechnisch macht das keinen großen Unterschied mehr. Es "stinkt" einfach nicht mehr.
Auch der Stuhl hat sich verändert. Ich kann viel besser auf Toilette gehen. Auch bei den Kindern hat sich da einiges getan. Vorher war es eine Matsche, welche im vom Po wischen musste. Jetzt ist es eher Kloß-artig und viel leichter zu zu entfernen.
Außerdem bin ich vitaler, trotz des Schlafmangels, der durch die Still-Unterbrechungen unumgänglich ist.
Die Kopfhaut juckt nicht mehr und die Schuppen sind wieder zurück gegangen. Ich hoffe sie verschwinden bald ganz.
Ich werde weiter beobachten und bin gespannt was sich (wieder) alles tut.
Soweit ich mich erinnern kann leide ich seit meiner Jugend unter verschiedenen "Wehwechen", angefangen hat es mit Heuschnupfen, weiter ging es mit Vitiligo. So gesehen nicht dramatisch, aber auch nicht schön. Bis dann während meiner zweiten Schwangerschaft an Händen und Fingern Neurodermitis ausbrach. Die ständig sich wieder öffnenden und nässenden Wunden wollten einfach nicht heilen. Behandlungen mit homöopathischen Mitteln, verschiedenartigen Salben bis hin zum Cortison brachten nichts. Bis ich dann (wieder) auf Bruker stieß. Der Beginn einer neuen Ära...